Posts Tagged ‘Kunst’

Alles Gute zum Valentinstag – Kunst und Liebe?

Sunday, February 14th, 2010
Blumen zum Valentinstag

Blumen zum Valentinstag

Heute ist Valentinstag. In den nordischen Ländern sagt man auch “Freundschaftstag”. Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs alles Gute und Liebe, und viel Erfolg bei der Arbeit. Oft ist es für Künstler ja gar nicht so einfach, Arbeit und Liebe unter einen Hut zu bekommen. Zumindest langfristig gesehen. Denn oft genug ist man als Künstler emotional auf eine Sache fokussiert. Und meist ruft das auf der anderen Seite Eifersucht und Frust hervor. Verliebte Künstler arbeiten lausig, und gute Künstler sind Beziehungswracks – oder?

Romantische Liebe?

Romantische Liebe?

Dass es nicht immer Blumen sein müssen, habe ich in meinem “TagSeoBlog” beschrieben: “Links statt Blumen“. Denn für einen Suchmaschinen-Optimieren ist ein dauerhafter Link eine viel größere Freude als die üblichen Blumen, die schnell welken und ihre Ausstrahlung verlieren.

Auf jeden Fall: alles Liebe :-)

Was ist Kunst? Google meint: Kunst ist super!

Thursday, January 7th, 2010

In Zeiten des Neo-Postmoderne Community-Pluralismus wird eine Frage immer unklarer: Was ist Kunst? Und während die Künstler dieser Frage aus dem Wege gehen, indem sie sagen, sie müssten arbeiten, bleibt dem ratlos zurückgebliebenen Betrachter nur eines: Google fragen. Und wie es sich für die weltweit bedeutendste Fragemaschine gehört, hat Google auch viele antworten auf Lager – nicht die eigenen, aber wen stört das schon. Seit einiger Zeit nun schlägt Google beliebte Wort- bzw Suchkombinationen vor, wenn man etwas in den Suchbriefkasten eingibt (Google Suggest – Google Vorschlag). Wie viele Menschen tatsächlich auf die Vorschläge klicken, ist mir unbekannt. Aber es prägt sicherlich, was man dort liest.

Ich habe daher mal dokumentiert, was Google zum Thema Kunst vorschlägt.

Was ist Kunst? (Was schlägt Google vor?)

Was ist Kunst? (Was schlägt Google vor?)

Kunst ist …

Aus den Vorschlägen lässt sich demnach folgendes ableiten: Kunst ist super-schön, macht aber auch viel Arbeit. Kunst ist verrückt und käuflich. Zum Glück muss Kunst nicht teuer sein. Vermutlich weil jeder Kunst machen kann. Immerhin macht Kunst glücklich, weil Kunst kreativ ist. Kunst darf alles, auch Krempel. Kunst ist wichtig, weil Kunst eine Ware ist. Kunst ist … eben.

Was ist Kunst bei anderen?

  • Bei Wikipedia wird das Thema wie zu erwarten derart spröde abgearbeitet, das man deutlich spürt: Hier wird die Frage sicher nicht beantwortet: wikipedia.org/wiki/Kunst
  • Wer sich eine Woche Zeit nimmt, kann auch den (interessanten) Vortrag von Reinhard Knodt durcharbeiten: “Kunst und Kunst
  • Mit weniger Tiefgang, sondern eher mit frankophiler Heiterkeit schreibt Petra van Cronenburg über “Was ist Kunst
  • Eine Erkenntnis-reiche Metamorphose – zumindest für ihn – führt uns Hans-Jürgen in seinem Blog vor Augen: “Was ist Kunst?” – Ist es vielleicht alles simpler als man glaubt?
  • Wie Google die Frage “Was ist Kunst” vor drei Monaten beantwortete, ist hier als Screenshot dokumentiert.
  • Wem das nicht reicht, der begibt sich am besten selber auf die Suche. Starten kann man hier: http://www.google.com/search?hl=de&q=was%20ist%20kunst

Dank an Gretus von Seo-United, der die Suggest-Screen-Dokumentationen so extensiv betreibt, dass ich mich nicht mehr dagegen wehren konnte, das auch mal im Kunstkontext zu untersuchen.

Druckgrafik Cartoon – Woher kommt gute Kunst?

Thursday, October 15th, 2009

Kunst-Druckgrafik ist eine kniffelige Angelegenheit. Man könnte eine schöpferische Krise auch als Verdauungsproblem bezeichnen, wie man auf diesem Druckgrafik-Cartoon sehen kann.

Kunstdruck Grafik

Kunstdruck Grafik (Gute Kunst kommt von Innen)

Aber im Ernst: Wie entsteht gute Kunst? Der Cartoon ist während meines Studiums der freien Kunst an der Universität der Künste Berlin entstanden. Damals habe ich mich mit der Frage beschäftigt: woher kommt eigentlich die Kunst? Was zeichnet einen Künstler aus? Warum macht ein Künstler Kunst?

Es waren schwierige Überlegungen. Dabei standen zwei Pole einander gegenüber, die beide hervorragende Protagonisten als Leitfiguren hatten.

Auf der einen Seite standen die Expressiven Maler. Vertreter wie Max Beckmann oder Georg Baselitz haben großartige Werke geschaffen. Und zwar aus dem Nichts – ohne vergleichbare Vorläufer. Beziehungsweise aus sich heraus. Sie haben “aus sich geschöpft, aus ihrem Wesen, aus ihrem Kern”. Ich habe mich immer gefragt: was ist das wohl? Die Biografischen Erinnerungen? Oder eher physische Störungen? Sind körperliche Handicaps für das Finden des eigenen Stils förderlich?

Auf der anderen Seite die “Rezeptoren”. Also die, die sich vollkommen hinter ihren Biuldern versteckten. Leute wie Marcel Duchamp oder Andy Warhol. Die “Malen nach Zahlen”-Serie von Andy Warhol hat mich seinerzeit zutiefst beindruckt. Wie kann man als Künstler so frech sein und einfach nur “Malen nach Zahlen”-Motive kopieren? Diese Künstler haben nichts aus sich geschöpft im Expressiven Sinne. Sie haben ihre mediale Umgebung reflektiert.

Heute weiß ich, dass ich beides mache – oder andersherum: keines richtig. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich darüber blogge und nicht einfach meine Arbeit mache.

Wie seht ihr das?