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Staffelei - was beim Kauf beachten? Arten & Unterschiede

Eine Staffelei ist ein Arbeitsinstrument für die künstlerische Produktion. Sie trägt den Bildträger, zum Beispiel eine auf Keilrahmen aufgezogene Leinwand, eine Pappe oder Malkarton oder auf eine Holzplatte aufgezogenes Papier. Dank der Staffelei kann man stehend (oder auf einem Malhocker sitzend) vor der (mehr oder weniger) senkrechten Leinwand malen. In aller Regel werden Ölbilder, Acrylbilder, Tempera- oder Gouachebilder auf einer Staffelei gemalt.

Staffel-Arten, Unterschiede

Staffel-Arten, Unterschiede

Staffelei-Arten

Es gibt verschiedene Arten von Staffeleien, die sich hinsichtlich ihrer Stabilität, Standfestigkeit und Beweglichkeit, aber natürlich auch in Qualität und Preis voneinander unterscheiden. Vor allem aber unterscheiden sie sich in der Art der Nutzung. Hier die üblichen Fachtermini:

Mehr über Vor- und Nachteile und Nutzungsarten der einzelnen Staffeleitypen unten.


Staffelei kaufen – was beachten?

Was ist beim Kauf einer Staffelei zu beachten? Welches ist das richtige Modell? Das hängt vor allem von der Nutzungsart ab. Vereinfacht kann man sagen:

Atelierstaffelei Mabef Fach unter Querholz für Malutensilien

Atelierstaffelei Mabef Fach unter Querholz für Malutensilien

  • Für Künstler (auch Hobby- und Freizeitmaler), die ein festes Atelier haben bzw. einen Arbeitsraum, der nur zum Malen da ist, ist eine Atelierstaffelei (Studiostaffelei) oder Akademiestaffelei zu empfehlen. Eine Atelierstaffelei ist dabei deutlich schwerer und stabiler – die Akademiestaffelei kann man relativ leicht umklappen und wegstellen. Zwei Kriterien sind bei Atelierstaffeleien wichtig: Erstens das Material. Denn Holz arbeitet – und wenn sich die Staffelei verzieht, ist sie nur noch mit Mühe zu verstellen. Gut abgelagertes Buchenholz hält meist Jahrzehnte lang. Zweitens ist die maximale Größe des Bildträgers zu beachten. Diese Angabe machen fast alle Hersteller. Die übrigen Dinge (Materialfach, Drehkurbel, etc.) sind Geschmacks- und Gewohnheitssache.
  • Für Künstler, die viel unterwegs sind und an verschiedenen Orten malen, ist eine Feldstaffelei oder Kofferstaffelei zu empfehlen. Bei diesen lassen sich die Beine einschieben, so dass sie relativ klein und handlich sind und ganz gut transportiert werden können. Bei einer Kofferstafellei kann man die Malutensilien wie Palette, Pinsel, Farben und Pinselreiniger / Verdünner direkt im Koffer mitnehmen, bei einer Feldstaffelei braucht man dafür einen extra Malkoffer. Beim Kauf sollte man auf das Gewicht achten und das Material. Holzstaffelein sind natürlich „autentischer“, aber gerade die dünnen Holzbeine können sich im Laufe der Zeit verziehen, insbesondere dann, wenn sie durch einen überraschenden Regenschauen ab und zu mal nass werden. Staffeleien aus Aluminium / Metall sind meist leichter und wetterfester. Allerdings können die auch leichter verbiegen.
  • Künstler, die nur kleine Formate nutzen und nur wenig Platz im Atelier haben, können auf eine Tischstaffelei zurückgreifen. Diese baut man auf einem Tisch auf und kann sie wieder relativ einfach wegstellen. Auch hier sollte man auf das Gewicht achten, wenn man sie häufiger auf und abbauen will. Außerdem ist auf die Breite des Querbalkens und die maximale Bildhöhe zu achten.
  • Mini-Staffeleien eignen sich meist nicht für die künstlerische Produktion – wenn dann nur für sehr kleine Formate. Häufig werden Ministaffeleien eher zu dekorativen Zwecken als Bildhalter benutzt.
  • Für Aquarellmalerei gibt es eine spezielle Aquarellstaffelei. Diese kann man bis in eine waagerechte Position klappen. Im Grunde handelt es sich um eine Art schwenkbares Tischgestell, auf das man das Aquarellbild auflegen kann und je nach technischer anforderung den gewünschten Neigungswinkel wählt.

Welche Staffelei für welche Kunst?

Eine Staffelei ist für die meisten Maler und Malerinnen ein unverzichtbares Hilfsmittel.

Atelier-Staffelei

Ölbild

Ölbild „Sonnenuntergang“ (1989, 130 x 100 cm)

Die größten und stabilsten Staffeleien nennt man Atelierstaffeleien oder auch Studio-Staffeleien. Sie eignen sich für große und schwere Formate und werden somit vorrangig für die Ölmalerei und Acrylmalerei benutzt. Die Atelier-Staffelei wird einmalig im Atelier aufgebaut und blaibt dann an Ort und Stelle. Mit Hilfe der Rollen kann man sie gegebenenfalls etwas hin- und herschieben, zum Beispiel um den Fußboden zu reinigen, oder um unterschiedliche Lichtverhältnisse auszunutzen. Mehr zum Thema Atelierstaffelei (Preise, Modelle, Unterschiede)

Akademie-Staffelei

Eine Akademiestaffelei ist eine große dreibeinige Staffelei, wobei zwei Beine vorne den Querbalken (Bildträger-Auflage) halten. Das hintere Bein dient der Standfestigkeit. In der Regel steht das Bild nicht senkrecht, sondern leicht nach hinten geneigt auf der akademiestaffelei. Manche Modell sind jedoch so konstruiert, dass man den Bildträger auch senkrecht aufstellen kann. Mehr zum Thema Akademiestaffelei (Preise, Modelle, Unterschiede).

Staffelei selber bauen

Eine Atelierstaffelei kann man ganz gut selber bauen, es ist jedoch aufwändig und der Materialaufwand relativ groß. Noch schwieriger ist es, eine Feld- oder Kofferstaffelei zu basteln. Deutlich einfacher ist es mit einer Akademiestaffelei. Hier ein Video, bei der man sehen kann, wie eine Staffelei in ca. 30 Minuten zusammengebaut werden kann (Zeitraffer). Die Materialkosten liegen bei rund 10 – 15 Euro (je nach Holzqualität):


Quelle: „Staffelei selber bauen – Bauanleitung (Material: ca. 10 Euro)“ (youtube)

Den ausführlichen Artikel inkl. vielen Bildern und der Bauanleitung finden man hier: Staffelei selber bauen (Bauanleitung)