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Aquarellkasten - Unterschiede, Preisvergleich, Qualitätsmerkmale

Aquarell - flüssige Farbe

Aquarell – flüssige Farbe

Wer einen neuen Aquarellkasten kaufen will, hat zunächst zwei Möglichkeiten: einen leeren Kasten ohne Farben, oder ein Aquarellkasten-Set inklusive Farbnäpfen. Als Geschenk ist es natürlich besser, einen bestückten Kasten zu nehmen, denn sonst muss man sich erst einmal die Farbnäpfe nachlaufen. Der Kasten selber ist mit rund 10-20 Euro relativ kostengünstig. Teuer wird die Sache durch die Farben, und das auch nur durch die Masse.

Halbnäpfe oder ganze Näpfe?

Als nächstes stellt sich die Frage: Halbnäpfe oder ganze Näpfe? Um die Kästen so flexibel zu machen, werden die Farben in Näpfen (oder Tuben) vertrieben. Halbnäpfe enthalten nur die Hälfte der Farbmenge – und sie sind in der Regel etwas mehr als halb so teuer. Man sollte dabei beachten, dass sie nur verhältnis wenig Farbe enthalten – aber gemessen an der Bidlfläche, die man damit bemalen kann, ist es doch relativ viel. Man löst ja die Farbe mit Wasser – und das Besondere an Aquarellfarben ist ja die intensive Leuchtkraft, die die Farben entwickeln, weil sie nicht deckend, sondern lasierend auf den Bildgrund aufgetragen werden. Man benötigt relativ wenig (gute) Farbpigmente, um eine Fläche leuchtend farbig zu malen.

  • Die Halbnäpfe sind dann geeignet, wenn man eher kleine Bilder malen will (bis maximal DinA3). Für Schüler und Einsteiger ist das in der Regel ausreichend.
  • Wer größere Bilder anstrebt, sollte besser gleich zu den ganzen Näpfen tendieren.

Wenn man unsicher ist, welche Farbtöne denn am Besten in einen Aquarellkasten gehören: das kann man nicht so allgemein beantworten. Das hängt immer von den Motiven ab. Die großen Qualitätsanbiter Lukas und Schmincke bieten komplette Aquarellkästen mit Farbennäpfen an, bei denen man im Grunde nichts falsch machen kann.

Aquarellkasten online kaufen

Die folgende Auswahl zeigt eine Reihe beliebter Aquarellkästen als übersichtlichen Preisvergleich. Man kann sie nicht nur im Künstler-Fachhandel bestellen, sondern auch online bei Amazon kaufen. Sie werden dort von verschiedenen Anbietern / Herstellern angeboten.


Qualität des Aquarellkastens

Der Kasten (also ohne die Farbnäpfe) selber ist meist aus Kunststoff (Plastik) oder Metall mit Emaille-Lackierung. Letzteres ist deutlich hochwertiger und auch langlebiger. Bei Plastikkästen, die den Charme eines Schul-Tischkastens haben, bildet sich im Laufe der Zeit durch Abnutzung eine raue Oberfläche, was das Mischen der Farben erschwert. Folglich sind Emaille-Aquarellkästen teurer als Plastik-Aquarellkästen.

Welche Farben gehören in einen Aquarellkasten?

Die oben gezeigten Modell beinhalten eine Reihe von Aquarellfarben. Bei guten Kästen kann man diese Farben sehr einfach ersetzen, wenn die Näpfe leer sind.

Im Grunde braucht man nur sehr wenige Aquarellfarben, weil man aus den drei Grundfarben

im Prinzip alle Farben mischen kann.

Standard-Ausstattung: 8 Grundfarben

In der Praxis erweist es sich jedoch als nützlich, wenn man bestimmte Farbtöne bereits vorliegen hat, ohne sie jedes mal neu anmischen zu müssen.

Bei Rot hat man normalerweise zwei Töne vorliegen:

  • ein Rot, das mehr in Richtung Orange geht (z.B. Kadmiumrot)
  • ein Rot, das mehr Richtung Violett geht (z.B. Permanentrot)

Bei Blau ist es ebenso:

  • ein Blau, das mehr Richtung Grün geht (z.B. Preußischblau)
  • ein Blau, das mehr Richtung Violett geht (z.B. Ultramarinblau)

Folgende Sekundärfarben sind zusätzlich meist noch in kleinen Aquarellkästen, die nur für 8 Näpfe vorgesehen sind, vorhanden:

  • Orange bzw. ein Ocker-Farbton (z.B. Lichter Ocker)
  • ein Braun-Farbton (z.B. Siena gebrannt)
  • Grün (z.B. Permanentgrün Olive)

Das erweiterte Set

Darüber hinaus kann es hilfreich sein, wenn der Aquarellkasten folgende Töne beeinhaltet.

  • Violett
  • Ein weiteres helles Gelb (z.B. Zitrongelb)
  • Ein weitere Grünton (z.B. Chromdioxydgrün feurig)
  • Schwarz

Darüber hinaus gibt es eine große Menge weiterer Farbtöne, die man als vorgefertigte Näpfe in den Kasten integrieren kann. Einige sind davon durchaus hilfreich – je nachdem, welche Farbigkeit die bevorzugten Motive haben (Blau bei Marine-Malerei, Grün-Braun bei Landschaftsmalerei, Rot-Pink bei Blumen-Aquarellen etc.).

Gehört Weiß in einen Aquarellkasten?

Bei vielen großen Aquarellkästen ist auch Weiß vorhanden. Ist das nötig? Streng genommen nach der „Philosophie der Aquarellmalerei“ ist Weiß überflüssig. Denn beim Aquarellmalen spart man die weißen Flächen aus. Weiß ist somit keine Aquarellfarbe. Man kann Weiß allerdings zum Mischen oder Korrigieren verwenden.

Gehört Schwarz in einen Aquarellkasten

Ähnlich verhält es sich mit Schwarz. Natürlich kann man Scharz als Aquarellfarbe kaufen (Elfenbeinschwarz), aber durch das Überlagern mehrere dunkler Farbschichten bekommt man ebenfalls sehr dunkle Farbtöne hin. Wenn die deckend auf dem Aquarellpapier sitzen und kein Weiß mehr durchscheint, sehen sie wie Schwarz aus. Dieses Vorgehen entspricht eher der „Philosophie des Aquarells“. Aber wenn Schwarz im Kasten ist, kann es auch nicht schaden, und sei es nur zum Mischen.

Gehören Gold und Silber in einen Aquarellkasten

Diese Glanz-Farbtöne sind Effektfarben. Wenn man eine goldene oder silberne Fläche mit Aquarell malen will, dann nicht durch den Einsatz solcher Farben, sondern durch das geschickte Malen entsprechender Lichtreflexe. Gold und Silber im Aquarellkasten verleiten dazu, Dinge zu malen, die man gar nicht sieht. Sie sind im Aquarellkasten unnötig.

Schmincke Aquarellkästen: Unterschiede

Aquarell malen

Aquarell malen

Aquarellfarben von Schmincke haben bei professionellen Künstlern einen hervorragenden Ruf. Sie sind sehr lichtecht und haben sehr gute Maleigenschaften. Von Schmincke gibt es zwei Serien von Aquarellfarben:

  • Akademie (gute Qualität)
  • Horadam (die Luxus-Marke, erstklassig)

Jede diese Aquarellfarben werden in Näpfen oder Tuben angeboten. Bei Tuben drückt man die Aquarellfarbe auf die Aquarellplatte, um sie dort mit Wasser zu verdünnen. Vorteil: man bekommt sehr schnell große Menge Aquarellfarbe flüssig, um zum Beipiel große Flächen zügig malen zu können.

Im Napf liegen sie getrocknet vor, so dass man sie mit einem feuchten Pinsel anlösen muss und dann den Pinsel auf dem Papier vermalt. Vorteil: man verbraucht immer nur so viel Aquarellfarbe, wie man tatsächlich zum Malen benötigt. Man unterscheidet zwei Arten von Näpfchen:

  • halbe Näpfchen (1/2)
  • ganze Näpfchen (1/1)

Schmincke bietet seine Aquarellkästen sowohl als Sets von halben Näpfen als auch mit ganzen Näpfen an. Professionelle Aquarellmaler haben meist eine Mischung in ihrem Kasten: von den Farbtönen, die sie nur selten verwenden, sind halbe Näpfe ausreichend. Die Farbtöne, die man häufig verwendet, sind als ganze Näpfe im Kasten evrtreten – oder liegen sogar als Tuben parat.

Hier ein Überblick über die Aquarellkästen von Schmincke:

Aquarellkasten mit Aquarellfarben

Aquarellkasten mit Aquarellfarben

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