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Meine Aquarellkästen und die Erfahrungen damit (Schmincke)

Immer wieder werde ich gefragt, mit welchem Material ich arbeite. Hier die Antwort zum Thema Aquarellkasten. Bzw. -kästen. Denn ich habe zwei, einen „Hauptkasten“ und einen „Nebenkasten“, der die Farbtöne enthält, die ich eher seltener gebrauche – oder auch mal die, von denen ich sehr viel benötige.

Kasten und Farben – zwei verschiedene Dinge

Aquarell -kasten und -farben

Aquarell -kasten und -farben

Für diejenigen, die sich noch nicht so richtig mit dem Thema auskennen und noch keine eigenen Erfahrungen mit Aquarellkästen sammeln konnten: man muss zwischen dem Kasten an sich und den enthaltenen Farben unterscheiden. Denn bei guten Aquarellkästen sind die Farben nur eingeklemmt, so das man sie austauschen kann, wenn die Näpfe aufgebraucht sind. Man kauft also einmal einen Kasten, den man dann Jahre oder sogar Jahrzehnte benutzt. Und die Farben kauft man dann je nach Bedarf neu hinzu.

Mein Haupt-Aquarellkasten

Mein Hauptkasten sihet von außen so aus:

Aquarellkasten Schmincke mit 18 Horadam-Farben im ganzen Napf (von außen)

Aquarellkasten Schmincke mit 18 Horadam-Farben im ganzen Napf (von außen)

Ich habe ihn Anfang des Jahrtausends gekauft, so etwa 2001 oder 2002. Er hat inzwischen einige Spuren abbekommen – was ja logisch ist, wenn man damit viel unterwegs ist.

Von innen sieht er so aus:

Aquarellkasten von Schmincke ,18 Horadam Aquarellfarben ganze Näpfchen

Aquarellkasten von Schmincke ,18 Horadam Aquarellfarben ganze Näpfchen

Welche Farbtöne verwende ich?

Aquarell lavieren (Tutorial)

Aquarell lavieren (Tutorial)

Ich habe drei Halbnäpfe ergänzt, weil dafür genug Platz war. Die enthaltenen Farben sind (von links unten beginnend):

  • Zitronengelb, Indischgelb , Orange (weiß nicht genau, welches), Kadmiumrot (ich liebe die Kadmium-Farbtöne, weil die sehr leuchtend sind), Karminrot, Krapprot, Mauve (ganz links vorne im Halbnapf, zum Mischen)

Mittlere Reihe von links:

  • Maigrün, Permanentgrün, Kobaltgrün, Lichter Ocker, Siena natur, Umbra natur, Indischrot (im Halbnapf)

Obere Reihe (von links nach rechts):

  • Chromdioxyd feurig (im Halbnapf, zum Mischen), Kobaltcoelin-grün, Kobaltblau, Delftblau, Ultramarinblau, Preußischblau, Mauve

Nicht im Kasten habe ich Schwarz oder weiß. Weiß entsteht beim Aquarellmalen durch Aussparung, und Schwarz durch Überlagerung mehrerer dunkler Mischtöne.

Ich habe diesen Kasten seinerzeit als Komplettkasten mit Standard-Farbnäpfen gekauft. Das war eigentlich sehr sinnvoll, denn im Preis deutlich günstiger, als wenn man Kasten und Farben separat kauft. Im Laufe der Jahre habe ich die Näpfe dann wie beschreiben ausgewechselt. Es war deises Modell:

Mit diesem Kasten habe ich gerade ein Tiger-Aquarellbild gemalt, das man als „Anleitung zum Aquarell malen lernen“ (Video) anschauen kann. Hier mein Kasten in Aktion:

Mein Nebenkasten

Meinen Nebenkasten habe ich schon viel länger. Ich habe ihn Anfang / Mitte der 90er Jahre geschenkt bekommen (leider weiß ich nicht mehr von wem. Schade, denn das war wirklich eines der langlebigsten und besten Geschenke, die ich je bekommen habe).

Es ist ein schmaler Kasten, in den entweder 24 Halbnäpfe oder 12 ganze Näpfe passen. Von außen sieht er inzwischen so aus:

Aquarellkasten von Schmincke 12 Horadam Aquarellfarben ganze Näpfchen, von Aussen

Aquarellkasten von Schmincke 12 Horadam Aquarellfarben ganze Näpfchen, von Aussen

Ziemlich verschmutzt, aber das stört mich nicht. Sein Innenleben enthält folgende Farben:

Aquarellkasten von Schmincke ,12 Horadam Aquarellfarben ganze Näpfchen

Aquarellkasten von Schmincke ,12 Horadam Aquarellfarben ganze Näpfchen

In diesem Kasten habe ich neben Elfenbeinschwarz und Weiß noch einige weitere Farben, die ich meist häufig verwende (lichter Ocker, Kadmiumgelb, Ultramarinblau) – oder eben nur sehr selten (Maigrün, Phthaloblau).

Auch diesen Kasten habe ich gefüllt, als als Komplettkasten bekommen. Ich weiß allerdings gar nicht mehr genau, ob mit 12 ganzen Horadam-Näpfen oder mit 24 halben Akademie-Näpfen. Heute kaufe ich allerdings grundsätzlich nur noch die Horadam-Aquarellfarben, die sind einfach noch besser als die Akademie-Aquarellfarben (die allerdings auch schon gut sind und besser als viele andere auf dem Markt).

Meine Erfahrung mit den Schmincke-Aquarellkästen

Man liest das wohl schon aus dem bisherigen heraus: ich bin sehr zufrieden. Die Metallkästen sind zwar nicht schwer, aber gleichzeitig sehr stabil. Die Emaile-Beschichtung ist wirklich gut geeignet und lässt sich immer wieder sehr einfach mit Wasser reinigen. Selbst die Scharniere, die früher immer ein Rost-Problem hatten, sind inzwischen so verarbeitet, das nichts mehr rostet. Vor rund 20 Jahren hatte ich auch mal mit Plastik-Kästen gemalt, aber das war eine sehr kurzlebige Angelegenheit. Nach einigen Monaten sind die Oberflächen zerkratzt. In den Graten sammelt sich die Farbe, was die angemischten Farben wiederum verschmutzt. Außerdem sind mir mehrmals die Deckel abgebrochen. Kurzum: ich bin mit meinen Schmincke-Kästen rundum zufrieden und würde mir nur noch so einen weiderholen – falls ich mal einen dritten brauche…

Zum Malen stelle ich mir immer zwei Gläser mit Wasser hin: eines zum Auswaschen, und eines für die neue Farbe. Beim Malen nutze ich meist nur 3-4 Pinsel unterschiedlicher Stärke. Das heißt, ich male mit einer Pinselspitze quasi alle Farben – anders als beim Ölmalen, wo ich für die meisten Farbe jeweils einen eigenen Pinsel nutze. Zum Thema Aquarellpinsel schreibe ich noch mal einen eigenen Artikel…

Und? Wie sieht Euer Aquarellkasten aus? Wie viele bzw. welche Farben gehören bei Euch unbedingt mit hinein?


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Kommentare


Jaelle Katz 19. August 2016 um 20:21

ich nehme tschechische Aquarellfarben (koh-i-noor) für Grafiker, die sind klarer und haben kräftigere Farben als die Farben von Schmincke… (die eigentlich nur noch irgendwo einstauben ;-)


Martin 20. August 2016 um 09:35

Danke @Jaelle , interessant. Von Koh-i-noor habe ich immer nur Bleistift oder Kohle benutzt. Die Aquarellfarben von denen hatte ich gar nicht auf dem Schirm.
Hast Du auch Langzeit-Erfahrungen? Bleiben die auch nach 10 oder 20 Jahren noch so leuchtend und farbecht?


Jaelle Katz 24. August 2016 um 07:07

Ja, auch nach langer Zeit sind diese echt farbecht ;-) Ich bekam den Tipp von einer – wie kann es anders sein – tschechischen Künstlerin, die nicht nur aus sentimentalen Gründen mit Koh-i-noor malt. Es kann allerdings sein, dass die Farbe nur in Tschechien zu kriegen ist…


Natalie 2. Dezember 2017 um 02:10

Hallo,
ich habe mir heute endlich den Schmincke Horadam Aquarellkasten mit 12 halben Näpfen + 12 erweiterbar halben Näpfen gekauft. Da ich noch alte Schmincke Näpfchen hatte, habe ich die in die untere Schiene eingeklemmt. Die untere Schiene passt genau. Die obere Schiene ist minimal breiter, ich habe die Farbe ausgepackt, wollte das Näpfchen wieder einklemmen, aber es lässt sich hin-und herbewegen. Beim zweiten ausgepackten war es leider genauso. Ist es normal, dass die obere Schiene breiter als die untere ist oder ist der Kasten fehlerhaft? Die Näpfchen müssen doch fest sein, oder nicht? LG


Martin 3. Dezember 2017 um 00:49

Hi Natalie,
ja, die Näpfe müssten fest eingeklemmt sien. Merkwürdig… Kannst Du die Schiene nicht etwas nach vorne biegen? Manchmal verbiegen die sich etwas, wenn man alte Näpfe herausnimmt. Dann muss man sie wieder etwas vorziehen, ehe man den neuen Napf einsetzt.
Schönen Gruß, Martin


Maria 8. Februar 2018 um 11:31

Hallo, Martin, ich habe einen Schmincke-Aquarellkasten. Vor zehn Jahren habe ich damit eine ganze Menge Bilder gemalt … mein Schock, als ich sie gestern mal herausräumte: einige scheinen mir verblasst, und das obwohl ich sie nicht mal in einem Rahmen in der Sonne hängen habe, sondern in einer Mappe lichtgeschützt aufbewahre. Ehrlich gesagt kann ich mir das nicht erklären. Könnte das eventuell am verwendeten Papier liegen? Da ich derzeit gerade wieder ziemlich viel mit den Farben male und in zehn Jahren nicht wieder den Schock erleben möchte, dass alles verblasst ist – kann man Aquarelle irgendwie „fixieren“, bzw. besser lichtecht machen, ähnlich einem Fixativ-Spray? Danke dir schon mal für die Antwort! LG, Maria


Martin 11. Februar 2018 um 17:32

Hi Maria,
das höre ich zum ersten mal. Und bei meinen alten Aquarellen ist es zum Glück nicht so. Dass es an dem Papier liegt, könnte sein. Oder Du hast seinerzeit keine echten Schmincke Aquarellfarben im Kasten gehabt.
Denkbar wäre zudem, dass Du damals Aquarellfarben benutzt hast, die nicht so lichtecht sind. Man kann das bei den Schmincke-Farben an den Sternchen erkennen: Wenn es nur 2 oder 3 Sterne hat, ist die Farbe nicht sehr lichtecht. Wenn Du aber 4 oder 5 Sterne-Farben benutzt hast, dürfte das nicht verblassen.
Andere Ursachen fallen mir spontan nicht ein, es könnte aber noch andere geben (Hitze, Elektrische Strahlung etc.)
Hoffe, dass Dir das bei den nächsten Bildern nicht passiert …
Viel Erfolg, Gruß, Martin :-)


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